Einladung zum Monatstreffen am 15.10.2018, 19:30 Uhr Worms Café International

Monatstreffen

Montag 15. Oktober findet das Monatstreffen vom Helferkreis Asyl Worms e.V. im Cafe International, Kriemhildenstraße 6 statt. Ausnahmsweise beginnt die Sitzung erst um 19.30 Uhr, weil von 19 Uhr bis 19.30 eine Arbeitsgruppe das Konzert und die Lesung mit Aeham Ahmad (21. Oktober, 18 Uhr) vorbereitet.

Als Tagesordnung für das Monatstreffen schlage ich vor:

  • Berichte über vergangene Aktivitäten
  • Rückforderungen von Demokratie Leben e.V. ???
  • Aktuelle Abschiebungsandrohungen in Worms
  • Unterschriftensammlung „Worms –sicherer Hafen“
  • Zukünftige Veranstaltungen
  • Verschiedenes

Selbstverständlich können weitere Themen eingebracht werden. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Die Einladung kann gern weiterverbreitet werden.

Mit freundlichem Gruß, Angelika Wahl

www.asylworms.de

https://www.facebook.com/asylworms/

Aeham Ahmad kommt nach Worms!

2018-10-21_Flyer-Konzert-und-Lesung-mit-Aeham-Ahmad-in-Worms

„Der Pianist aus den Trümmern“ – „ Der Pianist, der durch die Hölle ging“

so wird der syrisch-palästinensische Pianist und Beethoven-Preisträger Aeham Ahmad von der internationalen Presse häufig bezeichnet.

Er spielte 2014 – trotz, oder gegen Hunger und Bomben – Klavier auf den Straßen von Jarmuk, einem Flüchtlingslager nahe Damaskus, er sang mit Kindern, um ihre Angst zu lindern und ihnen ein wenig Freude zu schenken.

Der Pianist, der Assad die Stirn bietet, Spottlieder gegen Fassbomben, Kunst gegen Gewalt – ein Triumph der Schönheit über Zerstörung„, schreibt er in seiner Biografie „Und die Vögel werden singen“, die mittlerweile in fünf Sprachen übersetzt wurde. Mit Mozart und Beethoven gegen Terror und Krieg – das konnte der IS nicht ertragen, überschüttete das Klavier mit Benzin und zündete es an. „Es ist egal, dass dessen Leute mein Klavier abgefackelt haben. Syrien war schon vorher in Brand gesetzt worden.“ kommentiert Aeham Ahmad.

Als Jarmuk von Assads Armee abgeriegelt wird, als eine Hungerblockade vielen Nachbarn und Freunden das Leben kostet, als sein Bruder ohne Angaben von Gründen im Gefängnis verschwindet, als Aehams Ahmads Wohnung zerstört wird und der Alltag sich nicht mehr um Mozart, sondern nur noch ums Überleben dreht, flieht er 2015 aus Syrien. Nach einem Schiffbruch im Mittelmeer, bei dem viele seiner Leidensgenossen ertrinken, schafft er es auf der Balkanroute nach Deutschland. Mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt er nun in Wiesbaden in Sicherheit und fühlt sich zu Hause.

Mit zahlreichten Konzerten und Lesungen im In-und Ausland u.a. in Rom, London, Paris und Tokio versucht er, der Sehnsucht nach Frieden und einem solidarischen Miteinander eine musikalische Stimme zu geben.

Am Sonntag, 21. Oktober, 18 Uhr wird Aeham Ahmad im Saal der Dreifaltigkeitsgemeinde, Adenauerring 3, Worms auftreten.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Die Veranstaltung vom Helferkreis Asyl Worms e.V.wird vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz gefördert.

Den Flyer zum weiter verteilen finden Sie hier..

Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.

Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen.

Das Sterben von Menschen auf der Flucht nach Europa darf nicht Teil unserer Normalität werden. Europa ist von einer nationalistischen Stimmung der Entsolidarisierung und Ausgrenzung erfasst. Kritik an diesen unmenschlichen Verhältnissen wird gezielt als realitätsfremd diffamiert.

Während der Staat sogenannte Sicherheitsgesetze verschärft, die Überwachung ausbaut und so Stärke markiert, ist das Sozialsystem von Schwäche gekennzeichnet: Millionen leiden darunter, dass viel zu wenig investiert wird, etwa in Pflege, Gesundheit, Kinderbetreuung und Bildung. Unzählige Menschen werden jährlich aus ihren Wohnungen vertrieben. Die Umverteilung von unten nach oben wurde seit der Agenda 2010 massiv vorangetrieben. Steuerlich begünstigte Milliardengewinne der Wirtschaft stehen einem der größten Niedriglohnsektoren Europas und der Verarmung benachteiligter Menschen gegenüber.

Nicht mit uns – Wir halten dagegen!

Wir treten für eine offene und solidarische Gesellschaft ein, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind. Wir stellen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung und Hetze. Gemeinsam treten wir antimuslimischem Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Antifeminismus und LGBTIQ*- Feindlichkeit entschieden entgegen.

Wir sind jetzt schon viele, die sich einsetzen:

Ob an den Außengrenzen Europas, ob vor Ort in Organisationen von Geflüchteten und in Willkommensinitiativen, ob in queer-feministischen, antirassistischen Bewegungen, in Migrant*innenorganisationen, in Gewerkschaften, in Verbänden, NGOs, Religionsgemeinschaften, Vereinen und Nachbarschaften, ob in dem Engagement gegen Wohnungsnot, Verdrängung, Pflegenotstand, gegen Überwachung und Gesetzesverschärfungen oder gegen die Entrechtung von Geflüchteten – an vielen Orten sind Menschen aktiv, die sich zur Wehr setzen gegen Diskriminierung, Kriminalisierung und Ausgrenzung.

Gemeinsam werden wir die solidarische Gesellschaft sichtbar machen! Am 13. Oktober wird von Berlin ein klares Signal ausgehen.

#unteilbar Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung Demonstration: 13. Oktober 2018 – 13:00 Uhr Berlin

Für ein Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit!
Für ein solidarisches und soziales Miteinander statt Ausgrenzung und Rassismus!
Für das Recht auf Schutz und Asyl – Gegen die Abschottung Europas!
Für eine freie und vielfältige Gesellschaft!
Solidarität kennt keine Grenzen!

Erstunterzeichnende

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Der Helferkreis Asyl Worms e.V. organisiert Veranstaltungen, informiert über gesellschaftliche, politische und andere Themen mit Bezug auf das Thema Asyl.

Wer eine Mitteilung in Form einer E-Mail erhalten möchte, wenn es Termine und/oder Information gibt, der trage sich bitte in unsere Liste ein.

Wir versenden Mitteilungen unregelmäßig, also dann wenn es auch etwas zu berichten gibt.

Beitrag des SWR-Fernsehen zur Unterbringung von Frauen in der Wormser Familien-Unterkunft

Justitia

https://www.ardmediathek.de/tv/Zur-Sache-Rheinland-Pfalz/Sexuelle-Übergriffe-in-Flüchtlingsheimen/SWR-Rheinland-Pfalz/Video?bcastId=6223218&documentId=54893438

Weiterführende Informationen:

„Im Rahmen der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“, die im Frühjahr 2016 gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und UNICEF ins Leben gerufen wurde, haben das Bundesfamilienministerium und UNICEF „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ herausgegeben. Die unter der fachlichen Beteiligung von vielen Partnern erarbeitete Broschüre erweitert den Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen, wie Kinder, Jugendliche und Frauen, und enthält erstmals auch Leitlinien zum Schutz von geflüchteten Menschen mit Behinderungen und LSBTI* Geflüchteten.“ (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/engagement-und-gesellschaft/fluechtlingspolitik-und-integration/schutzkonzepte-fluechtlingsunterkuenfte)

Die o.e. Broschüre ist hier zu finden:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/engagement-und-gesellschaft/fluechtlingspolitik-und-integration/schutzkonzepte-fluechtlingsunterkuenfte  .

Finanzierung von baulichen Schutzmaßnahmen:

„Das Bundesfamilienministerium hat gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Investitionskreditprogramm aufgelegt, mit dem bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Schutzkonzepten gefördert werden. Mit dem Programm werden Kommunen vergünstigte Investitionskredite mit einem Gesamtvolumen von bis zu 200 Millionen Euro bereitgestellt, die für Neu- und Umbauten, den Erwerb, die Modernisierung sowie die Ausstattung von Flüchtlingsunterkünften zur Umsetzung von Mindeststandards zum Schutz von Frauen, Kindern und weiteren schutzbedürftigen Personengruppen verwendet werden können. Die Kreditlaufzeit und Zinsbindung betragen zehn Jahre bei einem Zinssatz von aktuell einheitlich 0,0 Prozent pro Jahr. Eine Antragstellung ist bis zum 31. Dezember 2017 möglich.“ (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/engagement-und-gesellschaft/fluechtlingspolitik-und-integration/schutzkonzepte-fluechtlingsunterkuenfte

Einladung zum Monatstreffen Montag,  20.08.2018, 18 bis 21 Uhr

Monatstreffen

Im „Cafe International“, Kriemhildenstraße 6

Aus aktuellem Anlass („Schutzzonen“ – Kampagne der NPD in Worms, s.u.) beginnt das Treffen bereits um 18 Uhr und soll wie gewohnt gegen 21 Uhr enden.
Als Tagesordnung schlage ich vor:

  1. Versuche von Neonazis und sonstigen Rechtspopulisten, gegen Flüchtlinge und deren Unterstützer zu hetzen und auch mit Gewalt vorzugehen
  2. Mögliche Aktivitäten gegen Rassismus in Worms (zu diesen TOP’s  sind auch Gäste vom „Runden Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus“ und Vertreter einer Jugendinitiative eingeladen).
  3. Unterschriftensammlung „Seebrücke – schafft sichere Häfen“
  4. Weitere Berichte über vergangene und laufende Aktivitäten in-und außerhalb des Cafe International (einschließlich „Einzelfall-Hilfe“)
  5. Zukünftige Veranstaltungen: Erster September – europaweite Aktionen zur Seennotrettung, u.a. in Frankfurt, Fest der Kulturen am 18. September in Worms, Lesung und Konzert mit Aeham Ahmad am 21. Oktober in Worms, Fortbildung „Was tun, wenn der Ablehnungsbescheid kommt“ mit RA Jonathan Leuschner am 6. Dezember
  6. Verschiedenes

An unserer Arbeit interessierte Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Unterschriftensammlung; An den Stadtrat in Worms und  Oberbürgermeister Kissel

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten Sie, aus Seenot gerettete Geflüchtete aufzunehmen und alle nötigen Vorkehrungen für die Aufnahme, Unterbringung und den Aufenthalt sichernde Maßnahmen zu treffen.

Begründung:
Die derzeitige europäische Flüchtlingspolitik setzt immer mehr auf Abschottung und Abwehr von Geflüchteten. Diese menschenverachtende Politik geht so weit, dass zivilen Rettungsschiffen verboten wird, in europäischen Häfen zu ankern. Menschen, die andere Menschen vor dem Ertrinken retten, werden kriminalisiert. Das Rettungsschiff „Lifeline“ ist ein Beispiel dafür.
Wer Menschen vor dem Ertrinken rettet, ist kein Krimineller, sondern handelt im Sinne der Menschenrechte und der europäischen Grundwerte.
Mehr als ein Dutzend europäischer Kommunen wollen dem Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zusehen und erklärten sich zu solidarischen Städten. Sie wollen Geflüchtete freiwillig aufnehmen, die auf ihrer Flucht über das Mittelmeer in Seenot gerieten und gerettet wurden. In Deutschland haben sich bisher Berlin, die Bundesländer Brandenburg und Schleswig Holstein, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz dazu bereit erklärt.

Seehofer soll Weg frei machen für Notfall-Aufnahme der Flüchtlinge von der ‚Lifeline‘ Auch Rheinland-Pfalz ist bereit, Flüchtlinge vom Rettungsschiff ‚Lifeline‘ aufzunehmen“, erklärt die rheinlandpfälzische Staatssekretärin Christine Rohleder auf der homepage des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz.
Wir bitten Sie: erklären Sie auch Worms zu einem sicheren Hafen!

Bitte hier den Vordruck herunterladen.

Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte bis 3. September im Cafe International, Kriemhildenstraße 6 abgeben! (Öffnungszeiten: Montags und Donnerstags 16-19 Uhr, Mittwochs 17-19 Uhr)

Mahnwache 4. Aug. 2018, 11 bis 14 Uhr Worms Winzerbrunnen; Stoppt das Sterben im Mittelmeer !

Das Mittelmeer ist ein Massengrab. Allein in den letzten dreieinhalb Jahren – seit 1. Januar 2014 – haben dort nach UN-Angaben 16.346 Menschen ihr Leben verloren, seit Januar 2018 ertranken 1408 Menschen (Stand 18. Juni 2018). Sie starben bei dem Versuch, über das Meer nach Europa zu gelangen.

Während das alltägliche Sterben von Männern, Frauen und Kindern vor unserer Haustür Entsetzen und Fassungslosigkeit auslöst, überbieten sich deutsche und europäische Politiker mit Vorschlägen, wie man die Tore Europas vor ungebetenen Schutzsuchenden endgültig verschließen könnte. Rettungsbooten von zivilen

Organisationen wie Juventa, Sea-watch, Aquarius wird das Anlegen in italienischen und maltesischen Häfen verboten, die Schiffe werden am Auslaufen gehindert, Besatzungen der Rettungsschiffe werden kriminalisiert, dem Kapitän der Lifeline wird der Prozess gemacht. Durch die Einstellung der zivilen Seenotrettung könnte dieser Juli zum bisher tödlichsten Monat für Flüchtlinge im Mittelmeer werden.

Deutschlandweit, aber auch in Italien, Spanien, demonstrieren zig-tausende Menschen seit Wochen gegen diesen Ausverkauf von Menschenrechten und europäischen Grundwerten.

Wir fordern:

sichere Fluchtwege

  • eine Unterstützung und Ausweitung von staatlicher und privater Seenotrettung
  • die Freisetzung der Seenotrettungsschiffe
  • die Entkriminalisierung der Helfer, die auf dem Mittelmeer Menschen retten.
  • Schutz von Flüchtlingen in einem solidarischen Europa

Wer sich an den Aktivitäten vom Helferkreis Asyl Worms e.V. beteiligen und auch in Worms lebende Flüchtlinge unterstützen möchte, kommt ins Cafe International, Kriemhildenstraße 6:

Jeden Montag und Donnerstag: 16 Uhr bis 19 Uhr

Das Cafe International wird vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz RLP gefördert.

Veranstaltung Asyl ist Menschenrecht Mi. 8. Aug. 2018 um 19 Uhr in Worms

Keine Grenzen für Menschenrechte

Am Mittwoch, 8. August 2018, 19 Uhr
Gemeindesaal der Lutherkirche
Friedrich-Ebert-Straße 45, Worms

Asyl ist Menschenrecht

Roland Grasshoff, Jurist und Geschäftsführer vom Initiativ-Ausschuss für Migrationspolitik in RLP

wird in seinem Vortrag die wichtigsten Asylrechtsverschärfungen seit 2016 zusammenfassen.
Ebenso wird er auf die Veränderungen eingehen, die durch den Koalitionsvertrag und die Vereinbarung der Bundesregierung am 5. Juli 2018 zu erwarten sind.

Nach dem Referat wollen wir seine Informationen und Einschätzungen diskutieren und beraten, mit welchen Aktivitäten wir auch in Worms für das Menschenrecht auf Asyl eintreten können.

Veranstalter: Helferkreis Asyl Worms e.V.,
gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz RLP