Pressemeldung: Erklären Sie Worms zu einem sicheren Hafen

Worms sicherer Hafen Unterschriftenübergabe an OB Kissel

Der Helferkreis Asyl Worms e.V. machte im August 2018 mit einer Mahnwache in der Innenstadt darauf aufmerksam, dass seit 2014 mehr als 17 000 Flüchtlinge auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ertranken. Die Aktivisten protestierten gegen die Schließung von Häfen in Italien und Malta, die Festsetzung der Aquarius, der lifeline, der Seawatch und anderen Schiffen von Nichtregierungsorganisationen, die in den vergangenen vier Jahren mehr als 80 000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet hatten.

Bei Veranstaltungen sammelte die Wormser Flüchtlingsinitiative Unterschriften unter einen „Offenen Brief“ an den Wormser Oberbürgermeister und Stadtrat, in dem es heißt:
Mehr als ein Dutzend europäischer Kommunen wollen dem Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zusehen und erklärten sich zu solidarischen Städten. Sie wollen Geflüchtete freiwillig aufnehmen, die auf ihrer Flucht übers Mittelmeer in Seenot gerieten und gerettet wurden. In Deutschland haben sich bisher Berlin, die Bundesländer Brandenburg und Schleswig Holstein, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz dazu bereit erklärt. … Wir bitten Sie: erklären Sie auch Worms zu einem sicheren Hafen!

Am Samstag, 3.11. überreichte eine Delegation des „Helferkreises Asyl Worms e.V.“ Oberbürgermeister Herrn Kissel am Rande des „Marktfrühstücks“ der SPD auf dem Obermarkt das Schreiben, das mehr als 370 Menschen aus Worms unterzeichneten, darunter Mitarbeiter der Stadtverwaltung, hauptamtliche BeraterInnen der Diakonie und Caritas, Pfarrer und auch viele Flüchtlinge, die selbst eine lebensgefährliche Flucht hinter sich haben und Zuflucht in Worms fanden.

Einige von ihnen standen bei der Übergabe der Unterschriftenlisten zum persönlichen Gespräch bereit. Angelika Wahl, Vorsitzende vom Helferkreis Asyl Worms überreichte Herrn Kissel neben der Unterschriftensammlung auch das selbstgemalte Bild eines 19 jährigen afghanischen Künstlers, auf dem eine Flüchtlingsfrau mit einem Baby im Arm auf einem Boot im Meer zu sehen ist.

Herr Kissel zeigte sich beeindruckt und erklärte, dass er zur Aufnahme von schiffbrüchigen Flüchtlingen bereit sei.

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